Liebe Julia!
Es ist gut so, was du geschrieben hast. Das klingt gut und sehr verständlich und du weißt anscheinend über deine Erkrankung sehr gut Bescheid, was sehr wichtig ist.
Nur zum besseren Verständnis: Seit meiner Kindheit habe ich immer wieder psychische Probleme wegen Katzen. Ich hatte keine Eltern,bin bei den Großeltern aufgewachsen und es waren immer Katzen da, mit denen ich sehr viel Zeit verbrachte. Sie waren für mich immer was Besonderes, aber ich habe auch immer wieder welche verloren, teils, weil sie überfahren wurden, krank waren, oder die Babys wurden weggegeben. Es war aus heutiger Sicht eine ständige Angst vor Verlust vorhanden, dazu kam die Angst, daß meine Großeltern sterben. Diese Ängste haben sich in vielfältiger Weise bis heute fortgesetzt. Ich empfinde eine besondere Verbindung zu den
Miezis und das ist zwar schön, kann aber auch sehr schmerzhaft sein. Und es sind immer Ängste vorhanden. Und es geht mir damit oft auch psychisch und physisch schlecht.
Das kennen aber wahrscheinlich viele Dosis hier, diese Ängste um die Geliebte Mieze.
Vielleicht verstehst du mich nun ein kleines bißchen mehr, warum ich Bedenken habe, ob du die Verantwortung allein bewältigst. Bei mir weiß ich es sicher, daß es mir manchmal ohne Miezen besser ginge, trotzdem würde ich meinebeiden nie hergeben. Nach dem Tod unserer Feli im Jan.2017 glaubte ich, daß mein Leben auch nicht mehr so sein kann wie zuvor. Gottseidank Dank habe ich diese schlimme Zeit überwunden, aber die Angst bleibt.
Ich wünsche dir eine gute Zeit, viel Kraft und daß du weiterhin Alles so gut bewältigst.
Und für welche Miezis du dich auch entscheidest, wünsche ich dir ganz viel Glück damit!??
Liebe Grüße von Gabi mit Tobi und Lina??