Eine Stunde ist eine Stunde. Manchmal waren es zwei (im Winter - im Sommer war es imme roffen wenn wir Zuhause waren, so wie jetzt auch), mal vielleicht auch keine. Tiere sind keine Roboter. Ein Kind lässt man doch auch nicht grenzenlos vorm Fernsehr oder Computer sitzen, selbst wenn die Tätigkeit es "glücklich" (Wink zum anderen Thread) macht
Gutes Beispiel!
Genau, ein Kind lässt man auch nicht den ganzen Tag vorm Fernseher sitzen.
Man beschäftigt sich mit seinem Kind, sogt dafür, dass es soziale Kontakte hat und vieles von dem, findet draußen statt.
Was hat die Katze davon, am offenen Fenster zu sitzen (und das auch nur, wenn der Besitzer gerade Zuhause ist)?
Sie kann beobachten und mit etwas Glück, weht der Wind ihr ein paar interessante Gerüche in die Nase.
Aber deshalb diskutieren wir ja, was für uns jeweils "artgerechte" Haltung entspricht. Jemand, der nicht wenigstens der Katze ein offenes Fenster bieten kann, kann meiner Meinung nach seinem Tier eben keine gerechte Haltung bieten.
Mir persönlich ist das einfach zu wenig.
Jetzt mal ehrlich, wer beschäftigt seine Katzen denn tagtäglich über Jahre und lastet sie aus?
Wer schafft denn über Jahre, all die Reize, die sie benötigen würde um nicht zu "verblöden"?
Die meisten von uns gehen am Tag 8 Stunden arbeiten, danach folgen noch eigene soziale Kontakte, der Haushalt ruft, Mahlzeiten werden gekocht, man muss einkaufen gehen, mit dem Partner möchte man auch noch Zeit verbringen und und und.
Klar, wenn ich nach 8 Stunden nach Hause komme, kann ich für meine niedliche Miez noch schnell das Fenster aufreißen.
Ob sie das "glücklich" macht?

Hat das die Evolution aus unseren Katzen gemacht?
selbstverständlich sollte man bei der Haltung immer das natürliche Verhalten in Betracht ziehen. Und mit natürlich meine ich hier "was würde das Tier tun, wenn man es einfach machen lassen würde".
Für mich stellt sich die Frage, was würde sie draußen tun.
Was ich kritisiert habe bzw. wo ich einfach vorsichtig wäre sind Argumentationen ala "Die Vorfahren haben das und das gemacht, als ist das in der Natur der Katze".
Warum kritisierst Du das?
Welchen anderen Anhaltspunkt haben wir denn ansonsten?
Wenn wir bei dem Wort tiergerecht bleiben wollen, müssen wir uns doch ansehen, was dieses Tier ausmacht, oder?
Wo ist für dich der Unterschied zwischen gesichertem Fenster und gesichertem Balkon?
Auf dem gesicherten Balkon, kann sich die Katze zumindest an der Luft bewegen, man kann ihr eine kleine Wiese "basteln" und man kann ermöglichen, dass sie den Balkon auch nutzen kann, wenn der Besitzer nicht Zuhause ist (Katzenklappe).
Deshalb denke ich nicht, nur die und die Art der Beschäftigung ist die einzig richtige und es gibt keinen möglichen Ersatz.
Wie bzw womit beschäftigst Du Deine Katzen?
Imitierst Du etwa etwas, was sie in der Natur machen würde?
Dass eine Katze, die von klein auf deutlich und nachdrücklich zeigt, dass sie nach draußen will, nicht ersatzlos dauerhaft eingesperrt gehört ist doch klar.
Aber nur weil wir Menschen es als "schöner für das Tier" empfinden ist es besser, ein Tier, was überhaupt gar kein Interesse zeigt, vielleicht sogar Angst hat, auf Teufel komm raus in den Freigang zu zwingen? (übertrieben formuliert!)
Ach bitte.
Darüber müssen wir doch wirklich nicht reden.
Niemand möchte eine Katze in den Freigang zwingen.
Wir sollten ihr nur die Möglichkeit bieten.
Mein Yoda schnuppert zur Zeit gerade mal an der geöffneten Terrassentür und dreht sich dann wieder um, um sich an die Heizung zu legen, wohingegen Smee auch im Schnee stundenlang draußen ist.
Natürlich sind sie alle unterschiedlich, aber darum geht es hier doch nicht.