Artgerechte Haltung von Katzen

Diskutiere Artgerechte Haltung von Katzen im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; @virra , danke für Deinen Beitrag! ♥ Komischerweise steht es Hunden trotzdem nach wie vor zu, an die frische Luft zu dürfen, der Katze aber nicht...
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #161
@virra , danke für Deinen Beitrag! ♥

Hunde sind Schätzungen nach seit 15 000 Jahren dabei sich an den Menschen anzupassen und wurden schon seit quasi ewig massiv auf seine Bedürfnisse hin gezüchtet. Katzen leben seit quasi gerade eben erst mit dem Menschen zusammen und als Haustier gezüchtet werden sie erst seit ca. 150 Jahren.
Komischerweise steht es Hunden trotzdem nach wie vor zu, an die frische Luft zu dürfen, der Katze aber nicht und leider geht darauf auch immer noch niemand ein.:unsure:

Wer würde denn dafür plädieren, dass man einen Wolf in der Wohnung hält? Wer würde einem Geparden artgerechte Beschäftigung bieten können? Was ist mit einem Zugvogel? Und und und.
Das sind doch Wildtiere und die haben eh nochmal ganz andere Ansprüche.;)
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #162
Naja, das weiß ich doch, aber wenn Katzen fast noch so wie ihre wilde Variante ticken ist der zugegebenermaßen wiederum absichtlich ketzerische Vergleich doch nicht fehl am Platz? Ich will ja nur das Nachdenken in diverse Richtungen pushen. Wellensittiche sind übrigens auch Wildtiere, Großpapageien auch... Fische, Schildkröten, Meerschweinchen...
Ja, ich weiß, die sind anders. Aber trotzdem.
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #163
Ich bin gespannt, auf Antworten.
Mich würde freuen, wenn die Diskussion noch weitergehen würde.
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #164

Komischerweise steht es Hunden trotzdem nach wie vor zu, an die frische Luft zu dürfen, der Katze aber nicht und leider geht darauf auch immer noch niemand ein.:unsure:
[/QUOTE]



Naja......wo sollen Hunde denn ihr Geschäft in der Wohnung verrichten
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #165
Beantworte ich dir gerne

In Tierheim oder auch beim Katzenschutz werden die Mietzen zusammen in einen Raum "geschmissen". Da kann dann keine Katze ausweichen, sie muss das dann so aushalten.
Die Mitarbeiter haben zu (bestimmt) 90% nur damit zu tun, das sie sauber machen/ Desinfizieren/ Futter geben. Da bleibt ein Bruchteil von der Zeit für Beschäftigen, schmusen, streicheln über. Geschweige sich intensiv mit dem Tier beschäftigen. Es fehlt der Zuspruch und das "mit dem Menschen leben".
Ich habe selber im Katzenschutz ausgeholfen und da war sehr wenig Zeit für die Tiere.

Da hätte eine Katze es doch viel besser, wenn sie zu einem Dosi kommt, der für sie da ist/ sich kümmert/ beschäftigt/ ihr ein liebevolles Zuhasue gibt.

Katzen zuhause einsperren in einen kleinen Raum, sich nicht kümmern, kein Tierarzt, eventuell schlagen/Sachen hinterher werfen ect -das ist Tierquälerei und hat mit dem Thema "artegrechte Haltung" nichts gemein.


Also, ich kenne ja leider Euer Tierheim nicht, aber hier läuft es ( glücklicherweise ) völlig anders.
Die Katzen haben die gesamten Räume ( sogar die Küche ) für sich. Nur kranke Tiere oder Neuzugänge werden natürlich erst mal separiert. Zudem sind in fast allen Katzenzimmern Katzenklappen zum großen Freigehege eingebaut. Die Mitarbeiter haben alle ihre zugeteilte Katzentruppe ( ca. 5-6 an der Zahl ) Diese Tiere werden von ihnen täglich bekuschelt, gekämmt etc.
Medikamenteneingabe machen meistens unsere Tierheimleiter. Selbst die extra gebaute Fiv-Station hat reichlich Platz und ein eigenes Freigehege. Auch für diese ( ich glaube zuletzt waren es sechs Katzen ) ist ein eigener Pfleger eingeteilt. Natürlich muss auch mal eine Vertretung ran.
Sind kranke Tiere oder Mutterkatzen zu versorgen schläft immer wechselweise ein Mitarbeiter im Heim. Auch Silvester wurden die Katzen und Hunde nicht alleine gelassen. Die Übernachtung übernehmen soweit ich weiß unsere Tierheimleiter wechselweise. Es werden aber trotzdem immer noch weitere Mitarbeiter gesucht und natürlich auch Freiwillige, die wenigstens ein paar Stunden wöchentlich zur Verfügung stehen. Ich hätte es auch gerne gemacht, kann aber leider körperlich nicht mehr so, wie ich gerne möchte.
Ergänzung ()

Naja......wo sollen Hunde denn ihr Geschäft in der Wohnung verrichten

Es gibt tatsächlich leider Leute, die ihren Hund auf den Balkon scheißen lassen :rolleyes:
So geschehen bei der Mutter einer ehemaligen Arbeitskollegin. Der Hund war ein afghanischer Windhund. Nachdem die eigene Tochter dann mit dem Tierschutz gedroht hat wurde das arme Tier regelmäßig ausgeführt.
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #166
Ich hab jetzt mal die letzten Seiten durchgelesen und will hier auch mal wieder mit einsteigen, wenns recht ist :giggle:

Andersherum könnte man provokativ fragen wieso sich jemand ein HAUSTIER anschafft, wenn es ihm eh recht ist, dass es die meiste Zeit nie zuhause ist und er sich so wenig wie möglich kümmern muss.

Wir haben die Katzen nicht, weil wir sie immer streicheln, anschauen, betüddeln ... wollen. Wir haben Katzen, weil wir ihr Wesen lieben, ihre Art toll finden und sie gerne bei uns leben lassen. Was heißt, es ist einem recht, dass Katz zb selten daheim ist? Mein Hannibal war 24h unterwegs. Er kam nur zum fressen, kurz kuscheln, Leckerli abstauben und das wars. Vom Frühjahr bis zum Herbst hat er nichtmal im Haus geschlafen, erst gegen Winteranfang kam er rein, das wars. Mir wäre es natürlich recht gewesen, wenn er öfters da gewesen wäre, aber er wollte das nicht, also war das ok für mich. Es gibt für mich keine Tiere, die man sich anschafft, die es einem recht machen.

Das sind doch Wildtiere und die haben eh nochmal ganz andere Ansprüche.;)

Katzen sind doch ebenfalls noch Wildtiere. In meinen Augen nur intelligent genug mit uns zusammen zu leben, weil sie von uns bedient werden.
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #167
Dem kann ich mich nur anschließen. Das ist für mich der erste und größte Trugschluss: es geht nicht um das was ICH will. Das größte Opfer, das ich Zoe gebracht habe war sie "sein zu lassen" wie sie sein wollte. Es hat mich oft den letzten Fetzen Nerv gekostet nicht zu wissen wo sie ist und wie es ihr geht. Solange sie sich aber mindestens einmal am Tag hat sehen, füttern, kuscheln lassen musste ich damit klarkommen. Und ja, sehr (sehr) vielleicht wäre sie in der Wohnung älter geworden. Wahrscheinlicher ist aber dass sie viel früher gestorben wäre weil Wohnungshaltung bei ihr nicht möglich war.
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #168
@virra , danke für Deinen Beitrag! ♥


Komischerweise steht es Hunden trotzdem nach wie vor zu, an die frische Luft zu dürfen, der Katze aber nicht und leider geht darauf auch immer noch niemand ein.:unsure:

Jetzt mal ganz abgesehen von der frischen Luft ( die Hunde natürlich theoretisch auch am Fenster oder auf dem Balkon haben können ) kann man Hunde im Haus oder einer Wohnung bewegungsmäßig einfach nicht auslasten. Katzen verschaffen sich diese Bewegung selbst auf kleinstem Raum durch Klettern, Rennen und Spielen mit Kumpel oder dem Menschen. Das ist mit einem Hund kaum umzusetzen. Die benötigen stundenlange Spaziergänge , um sich richtig auspowern zu können. Wenn ich mir vorstelle, unsere ( bzw. die meiner Eltern ) Hunde ( 1 Mittelschnauzer und 2 Riesenschnauzer ) hätten nur das Haus und den Garten zur Verfügung gehabt wären die vor Langeweile entweder bösartig geworden oder nicht sehr alt. Da waren am Tag einige Stunden Spaziergänge, Fährtensuche und Schwimmen in der Kiesgrube angesagt.
Und bei der Gartenarbeit meines Vaters haben sie auch alle fleißig mit geholfen :):LOL: Einschließlich Rettung von durch meinen Vater aufgescheuchte Mäuse, die ihm dann ganz vorsichtig überreicht wurden. Selbstverständlich unversehrt. Zumindest von den Riesenschnauzerdamen. Mittelschnauzer Immo war leider ein Killer und leidenschaftlicher Kaninchenjäger:cry:
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #169
Es gibt tatsächlich leider Leute, die ihren Hund auf den Balkon scheißen lassen :rolleyes:
Oder ins Katzenklo.
Ich denke, in einem Hundeforum, würde das für einen großen Aufschrei sorgen.

Katzen sind doch ebenfalls noch Wildtiere. In meinen Augen nur intelligent genug mit uns zusammen zu leben, weil sie von uns bedient werden.

Hm, ein wirkliches Wildtier, wie eben die Falbkatze "direkt aus dem Busch", sind sie sicher nicht.
Aber ich glaube, dass ich weiß, worauf Du hinaus willst.:)


Jetzt mal ganz abgesehen von der frischen Luft ( die Hunde natürlich theoretisch auch am Fenster oder auf dem Balkon haben können ) kann man Hunde im Haus oder einer Wohnung bewegungsmäßig einfach nicht auslasten. Katzen verschaffen sich diese Bewegung selbst auf kleinstem Raum durch Klettern, Rennen und Spielen mit Kumpel oder dem Menschen. Das ist mit einem Hund kaum umzusetzen. Die benötigen stundenlange Spaziergänge , um sich richtig auspowern zu können.

Das Katzen sich die Bewegung verschaffen können, auf kleinstem Raum, die sie EIGENTLICH benötigen würden, glaube ich nicht oder sagen wir, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das wirklich auslastet/befriedigt/"glücklich" macht.

Und das ist auch etwas, worauf ich die ganze Zeit hinaus möchte.
Warum sollte die Katze "anspruchsloser" sein als der Hund?

Mal davon abgesehen, dass die Katze sich eben auch ganz viele Reize draußen holt, die sie befriedigt.
Von denen ich eben glaube, dass man sie in der Wohnung nicht imitieren kann.
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #170
Und ja, sehr (sehr) vielleicht wäre sie in der Wohnung älter geworden.

Das ist für mich auch eine persönliche Einstellung. Ich würde lieber nur 50 Jahre Leben, aber war in den 50 Jahren glücklich, als dass ich 90 Jahre auf der Erde mein Dasein friste und unglücklich war.

Zum Thema Wohnung vs. Freigang. Das ist eine elendige Diskussion. Die, die Freigänger haben, können sich doch meistens nicht vorstellen, dass Katzen in einer Wohnung glücklich sein können. Die, die Wohnungskatzen haben, können sich keinen Freigang vorstellen, da die Gedanken hier nur um Gefahren kreisen. Katz ist einfach sicherer in einer Wohnung, das muss ich zugeben.

Wir haben Tagsüber-Freigänger und ich finde es schön, auch wenn es bei uns ja schon unschöne Vorfälle gab. Es gab Todesfälle, es gab ein Verschwinden und es gab einen schrecklichen Unfall. Trotzdem, nehmen wir jetzt mal Hannibal, er hatte fantastische 6 Jahre. Er schlief im Pferdestall im Heu und fing dort Mäuse, die er freudig lebend heim brachte. Er machte jeden Abend seinen Revierrundgang um die Pferdekoppel und kam danach maunenzd an (ich sagte immer, er erzählt mir, was da so los war) er rollte sich in der Sonne im Weizenfeld, saß auf den Apfelbäumen und jagte Schmetterlinge und konnte einfach dort hin, wo er hin wollte.

Ich bin aber trotz Freigängern auch der Ansicht, dass man das Leben von Katzen in einer ausreichend großen Wohnung schön gestalten kann. Ich werde Wohnunghaltung nie grundsätzlich schlecht reden.

In persönlich zb bezeichne Katzen nicht als meine Haustiere. Ich finde den Begriff Haustier auch seltsam. Unsere 4 Kater hätten jeden Tag die Möglichkeit abzuhauen und sich ein anderes Zuhause zu suchen. Loui und Fuzzi könnten das seit 4 Jahren, Hank und Marvin seit fast einem Jahr. Alle vier kommen immer wieder frewillig zu uns, schlafen tagsüber daheim, obwohl, sie raus könnten, kommen tagsüber heim aufs Klo, obwohl sie draußen ihr Geschäft machen könnten, kommen heim zum fressen, obwohl unsere Umgebung voll von Mäusen ist. Das zeigt mir, dass sie auch die Bequemlichkeit und evtl auch die Sicherheit freiwillig wählen. Sie könnten nämlich alle vier anders. Außer dass nachts Eingesperrt sein, können sie bei uns tun und lassen was sie wollen.
Ergänzung ()

Hm, ein wirkliches Wildtier, wie eben die Falbkatze "direkt aus dem Busch", sind sie sicher nicht.
Aber ich glaube, dass ich weiß, worauf Du hinaus willst.:)

Natürlich gibt es hier unterschiede und so wild sind sie nicht, aber sie sind wild. Auch meine 4 Kuschelbabies sind wild. Das zeigen sie immer wieder :giggle:
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #171
Zuletzt bearbeitet:
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #172
Ja, das kann ich hier auch beobachten.
Sie sind und bleiben, kleine Raubtiere.

Daher sollte man die Instinkte kennen und damit arbeiten. Daher finde ich es schon wichtig auch bei Wohnungshaltung auf natürlich zu pochen. Es ist für mich immer ein muss die natürliche Art eines Tieres zu kennen, wenn ich damit leben möchte.

Ich bleibe dabei, dass man bei domestizierten Tieren nicht auf "natürlich" pochen sollte und es ein "muss" ist. Es ist ein kann. D.h aber eben nicht im Umkehrschluss, dass das Tier verkümmert oder nicht artgerecht gehalten wird, wenn das nicht geboten wird - solange es ansprechenden Ersatz gibt. Ich weiß aber auch, dass mir vor allem die strikten Freigangsvertreter da widersprechen werden ;)

Domestiziert. Wenn ich das nicht falsch interpretiere, bedeutet Domestiziert doch, dass das Lebenwesen quasi Entwildert wurde, oder? Um zb problemlos mit dem Mensch zu leben. Ums jetzt mal kurz auszudrücken.
Wie kann es dann sein, dass wenn eine domestizierte Katze ihre Jungen in der Natur auf die Welt bringt, diese die erste Zeit ohne Menschenkontakt leben, extrem verwildert sind und absolut garnichts von domestizierung aufzeigen? (sorry, schräger Satzbau :censored: )
Ergänzung ()

Dazwischen gibt es ja auch noch Möglichkeiten.:)
Mir persönlich ist nur wichtig, dass sie sich draußen mal bewegen können um sich wenigstens ein paar Reize verschaffen können.

Klar, das gibts auch. Nur wirft gesicherter Freigang selten richtige Diskussionen auf finde ich. Daher ist Wohnung vs Freigang ein viel größerer Diskussionspunkt. Deswegen hab ich das jetzt mal ausgelassen.
Ergänzung ()

Wenn das mal nichts mit Wildtier zu tun hat, dann weiß ich auch kein besseres Beispiel

IMG_20170624_102629.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #173
Also momentan geht es ja schwerpunktmäßig um Freigang und ich denke da sind meine Beiden prädestinierte Beispiele...

Bommel ist aufgeriffener Streuner, der sich sichtlich über ein Heim gefreut hat aber extremst nach draußen drängt. Gerade um diese ungemütliche Jahreszeit geht er kaum stromern, muss aber immer draußen sein. Meist sitzt er nur vor der Tür oder liegt auf der überdachten Terrasse auf dem Stuhl und pennt, hauptsache draußen. Für ihn wäre Wohnungshaltung ungenügend es wäre das Gegenteil von dem was er will.

Woody kannte bis 2,5 Jahre keinen Freigang, im 11. Stock ohne Balkon kannte er nicht ansatzweise ein Draußen. Als wir ihn in eine EG Wohnung mit bodentiefen Fenstern holten hat den nichts mehr drin gehalten. Er kann Draußen schlicht nicht gelernt haben war aber schlagartig das was man als Hardcore-Freigänger bezeichnet. Er wäre nicht nur unzufrieden drinnen, er würde die Hütte zerlegen.

Daher mein Resume ich würde auch keine Katzen ohne Freigang/Frischluft mehr halten. Es gibt auch ohne Balkon die Möglichkeit per Fensteranbau etc.

Wohnungshaltung verurteile ich trotzdem nicht. Für mich gilt aber wenn dann reine Wohnunghaltung muss kompensiert werden. Es gibt hier im Forum so einige User bei denen ich denke, dass es deren Katzen in der Wohnung ganz sicher nicht schlechter geht als meinen im Freigang.

Und das sinngemäße Argument was sollen denn Leute machen die die Möglichkeit nicht haben...
Ich meine es bitterernst wenn ich sage sie sollten keine Katzen halten. Man muss nicht immer nur an sich denken. "Ich will jetzt ein Kuscheltier" ist leider immernoch Gang und Gäbe.

Wo ein Wille ist, ist fast immer ein Weg. Man kann Katzen ein tolles adäquates Heim bieten auch mit begrenzten Mitteln, man muss nur wollen. Auch eine kleine Wohnung kann mit Aufwand ein Paradies für eine !entsprechende! Katze sein.
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #174
Anja, Du hast das wunderbar auf den Punkt gebracht.
Danke für Deinen Beitrag.

Wenn ich nicht schon Mutter von Jedermann wäre.....
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #175
Ne im Ernst. "Geschlossene Räume" ist ja relativ und subjektiv bzw auch abhängig vom Tier. Ein Kleinnager braucht bei entsprechend großem und eingerichtetem Gehege keinen Freigang.
Sorry aber das ist deine Meinung/Überzeugung.
Selbst meine Mäuse hatten selten aber regelmäßig gesicherten Freigang. Und immer sebstgemachtes Heu sowie Natursägespäne im Käfig.
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #176
Ist es so schwer zu verstehen, dass eine gute Planung der Verpaarung und eine kompetente, liebevolle Aufzucht und gute Sozialisation der wahre "Luxus" einer Katze vom Züchter sind?
Kann ich nichts mit anfangen. Angesichts der vielen Katzen, die auf unseren Strassen/Pflegestellen/Tierheimen auf ein einigermaßen gangbares und würdiges Leben warten, ist mir die zusätzliche "Produktion“ von "Rassekatzen" durch Züchtung in keiner Weise eingängig. Auch wenn das Motiv nicht Gewinnstreben, sondern die Erschaffung neuer Arten resp. Optimierung ist. Ich frage mich auch bei all diesen Dikussionen, welches Verhältnis denn die Züchter zu den neugeborenen Kleinen haben könnten – und das kann m.E. nicht sehr liebevoll sein, denn sonst könnten sie sie doch kaum verkaufen, oder? Für mich undenkbar.

Zudem erscheint mit in der Tat eine „Rassekatze“ bei Manchen (mit ausgeprägten Dysfunktionen der neuronalen Aktivitäten) ein Statussymbol zu sein. Highlight war nach der Adoption von Philo die Bemerkung meiner Schwiegermutter, warum wir uns denn nicht mal „was Vernünftiges, eine Rassekatze“ gekauft hätten. Nun, Philo und sie konnten sich von Anfang an nicht sonderlich ausstehen, hätte mit gewünscht, einen aggressiven Dackel mit extralangen und spitzen Zähnen adoptiert zu haben.



Dafür zahle ich gerne, ich würde es auch, wenn das Ergebnis gar nicht nach Rassekatze aussieht..
Ebenso! Die Schutzgebühren von etwa 100 € bei Tierheimkatzen sind ein Witz, ich zahle geren mehr (und spende an eben dieses Tierheim)
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #177
Angesichts der vielen Katzen, die auf unseren Strassen/Pflegestellen/Tierheimen auf ein einigermaßen gangbares und würdiges Leben warten

Vielleicht mal fragen, warum das so ist? Das eine hat mit dem anderen ziemlich wenig zu tun.

ist mir die zusätzliche "Produktion“ von "Rassekatzen" durch Züchtung in keiner Weise eingängig. Auch wenn das Motiv nicht Gewinnstreben, sondern die Erschaffung neuer Arten resp. Optimierung ist. Ich frage mich auch bei all diesen Dikussionen, welches Verhältnis denn die Züchter zu den neugeborenen Kleinen haben könnten – und das kann m.E. nicht sehr liebevoll sein, denn sonst könnten sie sie doch kaum verkaufen, oder? Für mich undenkbar.

Das ist nicht böse gemeint, aber du hast offensichtlich von Zucht wenig Ahnung. Ich rate dir, dich damit mal ausgiebiger zu beschäftigen und dabei unvoreignenommen zu bleiben, statt die typischen Vorurteile und Pauschalisierungen zu wiederholen.

Zudem erscheint mit in der Tat eine „Rassekatze“ bei Manchen (mit ausgeprägten Dysfunktionen der neuronalen Aktivitäten) ein Statussymbol zu sein.

Nur weil das für manche inkl. deinem eigenen Umfeld so ist, trifft das nicht generell auf Leute zu, die sich für ein Rassetier entscheiden. Auch dies ist eines der klassischen Vorurteile. Da es aber leider eben solche Leute gibt, geraten alle anderen inkl. der Rassezucht in Verruf. Ich verweise hier wieder auf Punkt zwei. Bitte beschäftige dich mit dem Thema, statt typische Plattitüden breit zu treten.

@yodetta: Ich hab dich nicht vergessen, mea culpa! Ich antworte noch, versprochen. Ist grad nur stressig - ist Walsaison
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #178
Wir haben die Katzen nicht, weil wir sie immer streicheln, anschauen, betüddeln ... wollen. Wir haben Katzen, weil wir ihr Wesen lieben, ihre Art toll finden und sie gerne bei uns leben lassen.
Sehr schön, kleine Korrektur -> nicht "sie gerne bei uns leben lassen", sondern "sie uns die Ehre geben, dass wir bei Ihnen Unterschlupf gefunden haben".
Domestiziert. Wenn ich das nicht falsch interpretiere, bedeutet Domestiziert doch, dass das Lebenwesen quasi Entwildert wurde, oder? Um zb problemlos mit dem Mensch zu leben.
Nicht "enwildert", sondern sie sich uns angepasst haben.
*************************************************************



Das ist nicht böse gemeint, aber du hast offensichtlich von Zucht wenig Ahnung. Ich rate dir, dich damit mal ausgiebiger zu beschäftigen und dabei unvoreignenommen zu bleiben, statt die typischen Vorurteile und Pauschalisierungen zu wiederholen.
Falsch! Nicht wenig, sondern keine, nix, niente. Und raten? Gottichen, und das ist böse gemeint, ich beiß Dir ins Unterbein

"Nur weil das für manche inkl. deinem eigenen Umfeld so ist, trifft das nicht generell auf Leute zu, die sich für ein Rassetier entscheiden."
Unsinn, ich generalisiere nie. Es ist meine ureigene Meinung, wie Du auch deine Mainstream-Meinung hast.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #179
@Isis Bastet Ich mag und schätze Deine Kommentare und insofern rate ich Dir nun, Anderen nicht böse ins Unterbein zu beißen 😉😉
 
  • Artgerechte Haltung von Katzen Beitrag #180
@virra , danke für Deinen Beitrag! ♥


Komischerweise steht es Hunden trotzdem nach wie vor zu, an die frische Luft zu dürfen, der Katze aber nicht und leider geht darauf auch immer noch niemand ein.:unsure:

Ich halte Hunde sowie Katzen und kann nur dazu sagen das Hunde nicht unkontrolliert draußen ihr Unwesen treiben (sollten)
Zudem kann man Hunde nicht mit Katzen vergleichen...

Generell bin ich gegen ungesicherten Freigang.
Ob reine Wohnungshaltung artgerecht ist kommt doch ganz auf die Katze an. Ich kenne viele Wohnungskatzen die gar nicht den Drang haben raus zu wollen.
Für manche wäre es eine Quälerei sogar.
Gerade bei Rassekatzen darf man auch nicht vergessen das es gefährlich ist (wegen der Optik)
 
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