Hi, hier bin ich dann auch schon.
Der Auslöser war sicher eine Übersprungsreaktion auf den fremden Kater vor der Tür.
Ich glaube nicht, dass da eine Verletzung mit im Spiel ist, hätte beim Abtasten irgendeine Reaktion geben müssen.
Normalerweise würde ich sagen:
Lass die beiden mal 1-2 Tage separiert.
Dann ist dann der Schock wieder vergessen und die beiden sollten sich wieder riechen können.
In diesem Fall scheint es schon sehr krass zu sein, also vergessen wir mal, warum es passiert ist und schauen uns die Situation an:
Rasmus hat Panik und greift/giftet seinen Bruder an.
Emil mag/versteht das nicht und attackiert dann zurück.
Fehlverhalten eindeutig bei Rasmus, also vergessen wir mal Emil.
Die aktuell hergestellte Situation ist nicht vorteilhaft: Emil darf im gewohnten Wohnzimmer bleiben, hat die Terassentür im Blick, wird dadurch an den Schock erinnert und wenn Emil reinkommt, dann ist das für ihn automatisch ein Verletzen seines Reviers und er reagiert sofort mit Abwehr.
Da dies dann eine angstbedingte Abwehrreaktion ist, kannst du da gar nichts steuern.
Ich würde es so versuchen:
Rasmus muss raus aus seiner Safezone in einen Raum, der keinen Blick auf die Terasse hat.
Emil darf sich frei in der Wohnung bewegen.
Rasmus bekommt 1-2 Tage Einzelhaft.
Beide werden eher neutral behandelt, keiner wird verhätschelt oder getröstet.
Nach 2 Tagen darf Rasmus aus dem Raum raus und seinen Bruder wieder im Wozi besuchen. Du bist bereit dazwischenzugehen und ihn sofort wieder in seinen Raum zurückzuschicken, wenn Rasmus anfängt zu stänkern.
Der Unterschied ist, das Rasmus in der veränderten Situation aktiv stänkern würde und nicht mehr passiv als Angst-Reaktion und du dann dieses aktive Verhalten unterbinden kannst.
Zylkene/Felliway o.ä. kannst du dir sparen, wird nichts bringen.