Erstmal, keiner will dir hier was böses und keiner will dir Vorwürfe machen, dass du was falsch machst. Geschriebenes liest sich einfach anders, als wenn man den Tonfall dazu hört. Es sind hier alles nur Vorschläge, Ratschläge, Erfahrungen etc, die dir evtl helfen könnten.
Deine Stimmung hier kann auch jeder nachvollziehen und ich denke dass hier jeder mit euch mit leidet. Ich tus auf jeden Fall, weil ich (wie auch viele andere hier) genau nachvollziehen kann, wie schwer es ist, seinen Herzenskater zu verlieren.
Als ich mein Bällchen tot von der Straße nachhause getragen habe ist meine Welt zusammen gebrochen. Ich hab nicht´s mehr verstanden, wollte nicht´s mehr hören und sehen. Es ist grausam, traurig und schlimm. Die Gefühle halten an, werden aber, dem eigenen Leben zu liebe, immer weniger und wandeln sich irgendwann in gute erinnerungen um. Was sich jetzt gemein anhört, aber durchaus Sinn hat, dass man nicht daran zerbricht. Trauer über deinen Katerschatz, hab Wut über die aktuelle Situation, aber versuche trotzdem dich den Tieren gegenüber zu entspannen, genieß die Momente mit deiner neuen Maus.
Nach Bällchens Tod zogen ja Hank und Marvin ein, was mir auf einer Seite etwas schwer fiel, weil man immer das Wort "Ersatz" im Kopf hat, aber andererseit habe ich es als Chance für die zwei gesehen, ein schönes Zuhause zu bekommen. Ich hab auch ein paar Wochen gebraucht, bis ich die zwei wirklich in mein Herz geschlossen habe, da ich natürlich an Hannibal hing.
Zieh dich hier nicht zurück, kotz dich ruhig aus, keiner ist dir Böse, aber nimm manche Tipps auch an. Schreib sie dir auf, geh sie durch und schaue was du für Sinnvoll hälst und setzte es nach und nach um.
Füttere am Gitter, das ich wichtig finde ich. Du kannst für die erste Zeit ein Handtuch als Sichtschutz aufhängen, damit sie sich nur hören und riechen, aber nicht sehen.
Danke schön...
Ja es ist einfach extrem anstrengend...
Wenn man schon alleine bedenkt wie sich der Tagesablauf geändert hat... Einfach weil durch diese Räumliche Trennung der beiden alles mehr Zeit braucht, weil man sie eben nicht mit aufs Sofa nehmen kann und dann alle zufrieden sind (wie Ernie abends) sondern dass einer von uns oben und einer unten ist, weil ja beide Katzen was von uns haben sollen (besonders da Bert ja nicht mehr nachts raus darf)
Göga und ich haben diese Woche noch keinen Abend wirklich gemeinsam verbracht. Gegessen und dann waren die Katzen dran... (Vorher war man dann halt mit zwei Katzen am Puzzle machen, Film schauen usw. Aber da die beiden ja getrennt sind geht das nicht so einfach)
Das hier kenn ich auch nur zu gut. Als Loui nach seinem Unfall heim kam, hatten mein Mann und ich 4 Wochen keine Minute zusammen, keine Nacht zusammen, kein Essen zusammen. Loui musste alle zwei Stunden versorgt werden, von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr abends und dann hat einer von uns jede Nach bei ihm geschlafen. Das war scheis... aber ging. War ätzen, aber machbar. Die Laune war im Keller, aber wir wussten für was wir das tun und dass es endlich ist, also haben wir gemeinsam alles durchgezogen. Auch mit Streit, Tränen und schlechter Laune, aber auch das gehört zu einer Beziehung die gerade eine Ausnahmesituation hat.
Zum Thema Schwimu weiß ich nicht ob ich da groß was sagen möchte. Ich habe andere Menschen in meinem Umfeld, die zum Glück verständiss haben. Schade dass sie das nicht hat und sich so wichtig nimmt. Wenn es ihr so wichtig ist, dass sie ihren Sohn sieht, soll sie doch zu euch kommen?