Hallo,
ich dachte ich schreib einfach mal von meinen Vergesellschaftungserfahrungen. Ich habe da völlig unterschiedliche Erfahrungen gemacht bzw bei Freunden mitbekommen. Ich selbst hatte dieses Frühjahr/Sommer eine Vergesellschaftung , die ich abgebrochen habe. Der Neuzugang Lordi hat sich seinen Mitbewohnern gegenüber extrem aggressiv verhalten. Es gab nur Angriffe von seiner Seite und dann Gekloppe, in die Ecke drängen. Besonders Tobsine hat extrem Prügel von ihm bezogen, was dazu führte, dass sie nicht mehr ins Haus kam. Gittertür hat insofern nichts gebracht, als das Berti und Tobsine gar nicht erst zu der Tür gingen, weil Lordi dann immer sofort den Rambo gemacht hat. Nach etwa 8 Wochen musste ich Lordi, der Menschen gegenüber übrigens extrem sozial war, schweren Herzens weiter vermitteln lassen. In seinem neuen zu Hause hat er 7 kätzische Mitbewohner. Auch dort gab es längere Zeit Probleme aber mit einigen der Katzen dort vertrug er sich von Anfang an gut.
Im Oktober kam dann Einstein zu uns. Zu dieser Zeit war er ca ein halbes Jahr alt. Wir haben ihn direkt aus der Box gelassen und am zweiten Tag lag er schon neben Berti auf dem Sofa. Tobsine hat ihn die ersten 2 Wochen oft angeknurrt und ihm ab und an mal eine verpasst (er wollte halt spielen). Inzwischen respektiert er ihre Grenzen und sie fressen aus einem Napf und geben Nasenbussies. Ab und an bekommt er aber auch noch eine von ihr gewatscht wenn er (in ihren Augen) respektlos ist. Berti und Einstein sind ein Herz und eine Seele.
Ein interessantes Beispiel aus meinem Bekanntenkreis, das dir Mut machen soll habe ich auch noch:
Zu 3 Katern (zwei ältere , einer ca 1,5 Jahre) kam ein junger Kater (auch 1,5 Jahre). Mit den Älteren lief alles gut. Man tolerierte sich schnell. Mit dem 1,5 Jährigen gab es wochenlange Kämpfe bis aufs Blut, mit Tierarztbesuch, Einkacken und Einpinkeln. Der ansässige junge Kater lebte nurnoch in der Küche auf einem Schrank hatte dort sein Klo und musste dort gefüttert werden. die Besitzerin war mit den Nerven schon am Ende. sie musste ja auch arbeiten und konnte nicht immer aufpassen, dass nichts passiert. Es kamen dann Bachblüten und Zylkene zum Einsatz. Ich weiß nicht ob dies geholfen hat aber irgendwann kam sie nach Hause und die beiden Streithähne lagen zusammen auf dem Sofa. Inzwischen sind sie ein Herz und eine Seele, liegen kuschelnd zusammen. Keiner weiß, was sich getan hat aber es funktioniert. Versteh einer die Katzingers.
Was ich damit sagen will

manchmal passt es eben einfach nicht, weil sie sich eben nicht leiden können. Manchmal passt es auf Anhieb und manchmal braucht es Zeit. Wenn man der Sache Zeit geben will, ist es wichtig, dass man versucht zu entspannen und das ist verdammt schwer, ich weiß.
Ich wünsche dir ganz viel Nerven und viel Erfolg und denk auch mal an dich zwischendurch.
Grüße von Berti, Sine, Einstein und Nicola