Hallo zusammen!
Ich melde mich mal mit einem aktuellen Zwischenstand

Wir haben in den letzten Wochen fleißig nach Kitten und passenden Jungkatzen geschaut. Bei jungen Katzen ist es schwierig, solche zu finden, die die Dinge schon kennen, mit denen sie bei uns klarkommen müssten. Hundverträglich, ja die gibt es ab und an, aber Kaninchen kennen die wenigsten. Und dann sollen es ja auch noch gleich zwei im gleichen Alter und beides Mädels sein. Kurz: Wir wurden nicht fündig.
Die Kittensuche ist ähnlich schwierig wie im April/Mai, nur dass es jetzt mehr Auswahl gibt... In den Tierheimen gab es vor einigen Wochen hier in der Region quasi gar keine Kitten, mittlerweile gibt es ein paar, aber nicht viele. Leider sind es hier alles durchweg Kitten von Streunerinnen, die samt Mutter abgegeben wurden. Ich persönlich würde solchen Kitten gerne ein schönes Zuhause geben, aber sie werden alle als sehr reserviert, teils vor Menschen ängstlich beschrieben, und die Streunermamas leben das auch entsprechend vor, fauchen die Leute im
Tierheim an etc. Eben weil bei uns Katzen nur in einer gewissen Kompatibilität dazupassen, hält mich das davon ab, dass wir uns der Herausforderung solcher ungünstig sozialisierten Kitten stellen. Aber ich glaube, das ist besser, als wenn es nachher etliche Probleme gibt und sie im schlimmsten Fall wieder abgegeben werden müssten.
Wie oben schon geschildert, fallen Rassezüchter ebenfalls raus (kein Freigang, optisch auffällige Katzen, also Klaugefahr usw.). Ich habe nichts gegen richtige Züchter, im Gegenteil. Unser Hund stammt auch von einem VdH-Züchter, war entsprechend teuer

aber dafür auch top gesundheitlich duchgecheckt, sozialisiert etc. Für Katzen, die in den Freigang dürfen sollen (dürfen müssen, denn hier steht im Sommer einfach ständig alles offen), eigenen sich Rassekitten aber nicht.
Ja, was bleibt übrig? Letztlich doch nur die sog. Vermehrer, die wir eigentlich meiden wollten, oder ganz auf Katzen verzichten

Unser Kompromiss war jetzt folgender: Die üblichen Quellen, wo privat Kitten angeboten werden, beobachten, die Leute mit in Frage kommenden Kätzchen löchern und schauen, ob jemand dabei ist, wo man ein gutes Gefühl hat. Das ist nicht leicht, denn es werden unzählige Kitten angeboten, aber teils weiß man schon anhand der Anzeige, dass man von diesen Leuten keine Katzen möchte.
Jetzt haben wir aber eine Familie gefunden, bei der wir ein gutes Gefühl haben:
- Abgabe mit 10 Wochen, bei Bedarf auch später (ich weiß, dass 12 Wochen ideal sind, vermutlich würden es bei uns 11 Wochen werden)
- Aufzucht mit 3 erwachsenen Katzen, mehreren Kindern im Haus, Hunden etc., also eine gute Sozialisierung
- mehrmaliges Entwurmen, auf Wunsch (trifft bei uns zu) auch mit erster Impfung
- regelmäßige Checks durch den
Tierarzt
- die Mama ist sehr verschmust, die Kitten sind es bislang auch, machten einen fitten, zutraulichen und gesunden Eindruck
- Mama durchgeimpft
Was mich natürlich störte: Warum lassen sie überhaupt einen Wurf zu? Man kann den Leuten natürlich immer nur bis vor die Stirn schauen, aber ich hatte den Eindruck, dass es tatsächlich nicht geplant, sondern ein "Unfall" war, wenn auch vielleicht kein besonders tragischer. Die Mama wird definitiv jetzt kastriert, sagten sie.
Fazit: Da sind jetzt Kitten, die offenbar gut aufwachsen und wo alles soweit passt. Die Leute haben nicht vor, das Ganze weiterhin zu betreiben. Die Kleinen sind jetzt da und hätten es bei uns gut. Und der Abgabetermin mitten in den Sommerferien passt auch, dann haben wir genug Zeit, sie hier einzugewöhnen. Wir würden direkt zwei Mädchen nehmen, als eigentlich ideal: Wurfgeschwister, gleichgeschlechtlich etc.
Mir ist bewusst, dass wir damit doch das tun würden, was wir anfangs eben nicht wollten, aber ich denke, es gibt solche und solche "Vermehrer" und in diesem Fall halte ich es für vertretbar, von dort Kitten zu nehmen, zumal wir es im Tierschutz mehrfach versucht haben.
Wenn alles klappt, melde ich mich also demnächst mit Fragen zum Kitteneinzug
