Nuja gehts weiterhin ganz wunderbar, sie tauscht mittlerweile Nasenküsse mit dem Bestandskater! Durch die Gittertür, ist klar, aber das Bemerkenstwerte daran ist, dass sie den angebotenen Kontakt annimmt! Dass sie zur Gittertür hingeht und sich nicht einfach entzieht, indem sie einen großen Bogen um die Tür macht.
Irgendwie beschleicht mich der Eindruck, Nuja ist einfach froh und glücklich endlich dem Pflegizimmer und mir endlich entronnen zu sein

und @Tinaho du hast ne PN
Die vier noch verbliebenen würden mir bestimmt auch gern entrinnen, es tut sich aber leider nicht wirklich was. So haben Carlo und auch Mara noch keine einzige Anfrage bekommen. Beide haben eine tolle Entwicklung hingelegt, die aber hier wegen meiner dürftigen Anwesenheit ziemlich untergegangen ist
Heute daher ein Mara-Special
Als Mara im letzten Dezember meiner TÄ vorgestellt wurde, war sie an Bauch, Hinterläufen und Schwanz kahl geleckt und zusätzlich am Hals und im Gesicht blutig gekratzt und verkrustet. Meine TÄ vermutete Allergien und/ oder Stresslecken, die Halterin wünschte jedoch keine Situationsanalyse und Behandlung, sondern
Euthanasie aufgrund "mangelnder Lebensqualität", soweit hatte ich das ja schon geschrieben.
Mara wurde glücklicherweise von ihrer Halterin "freigegeben" und kam zunächst auf eine andere Pflegestelle und wo sie ohne andere Katzen im Haushalt erstmal "runterkommen" konnte. Außerdem bekam sie ab dem Zeitpunkt nur noch antiallergisches Futter zu fressen, in der Hoffnung ihrem gebeutelten Körper damit etwas Erleichterung zu verschaffen. Leider hab ich aus der Zeit keine Fotos.
Nachdem bei mir Thea und Juni ausgezogen waren, kam Mara dann zu mir. Ihr Hautbild hatte sich zwar deutlich verbessert, aber war noch weit entfernt von gut, weshalb ich erstmal einen Termin bei meiner Allergologin-TÄ machte. In Absprache mit ihr bekam Mara weiterhin antiallergisches Futter und zusätzlich ein AB für die Haut und Cortison. (Und wenn sie sich bei mir dann eingelebt haben würde, wollten wir mit ner Desensibilisierung und Ausschlussdiät weitermachen)
Mara selbst zeigte sich bei mir als regelrecht "hyperaktiv". War an allem und jedem interessiert, in ihren Reaktionen immer ein bißchen drüber und statt mal ne Pause zu machen und vielleicht katzentypisch einfach mal zu beobachten, hat sie sich geleckt.
Ich hab ein Video, in dem man das, wie ich finde, sehr deutlich sieht. Seht ihr es auch?
Mara wollte auch supergern kuscheln, hat es zugleich aber nie ausgehalten. Sie konnte keine volle Sekunde liegenbleiben und war schon wieder weggesprungen, noch bevor ich "Hallo Süße" sagen konnte.
Was macht man mit so einer Katze???
Spoiler: katzengerechte Zuwendung und Zeit... viiiiel Zeit!
Wie eigentlich immer
Nachdem die AB-Kur vorbei war, sollte Mara eigentlich ins Pflegizimmer. Da sie aber ja nur das antiallergische Futter bekommen sollte und ich das im Pflegizimmer nicht garantieren konnte, durfte sie sich in der oberen Etage in allen Räumen um das Pflegizimmer herum frei bewegen. Zu den anderen Pflegis hatte sie durch die Gittertür Kontakt und zu meinen dann, wenn diese nach oben gingen.
Anfangs war sie sehr aufgeregt, wollte in absolut jede Ritze gucken und alles kontrollieren.
Auch im Liegen war sie immer "sprungbereit"
Sie saß viel an der Gittertür zum Pflegizimmer und hat mit Carlo gestänkert. Er ließ sich wunderbar aus der Fassung bringen und die beiden haben sich das eine oder andere Duell durchs Netz hindurch geliefert. Wobei Mara durchaus auch einstecken musste:
Ich hab sie anfangs mit Absicht viel allein gelassen, in der Hoffnung, dass sie ohne Reize vielleicht mal entspannt. Das hat auch geklappt, oftmals ist sie regelrecht ins Koma gefallen, so dass ich mich sogar anschleichen und sie fotografieren konnte, ohne dass sie aufgewacht ist:
Ganz langsam wurde ihr Verhalten ein wenig entspannter und ihr Lecken weniger. Ich traute mich das Cortison auszuschleichen und es änderte sich nichts. Ich fing an ihr "normales" Futter unterzumischen und es änderte sich ebenfalls nichts. Wir waren auf einem ganz guten Weg. Aber der richtige Gamechanger kam erst noch: eine userin aus einem anderen Forum hatte mir mal ihre Restbestände Zylkene vermacht und ich kam irgendwann auf die Idee, Mara die Kapseln zu geben.
Ab da ging es bergauf! Richtig steil bergauf!
Mara ließ ihr Kontroletti-Gehabe sein. Sie hörte auf Streit zu suchen. Sie fing an, sich einfach zu mir zu legen und zu kuscheln.
Sie hat sogar gelernt von der Gittertür wegzugehen, wenn Carlo dahinter das Singen anfängt.
Zwar sind andere Katzen aus ihrer Sicht immer noch entbehrlich, aber es ist durchaus möglich sich ein Bett zu teilen:
Ein volles halbes Jahr hat es gedauert und Mara ist eine ganz "normale Katze" mit wunderschönem dichtem Fell geworden.
Kein Cortison mehr, keine Spezialfutter mehr.
Und überhaupt kein Stresslecken mehr, das ist der allergrößte Erfolg.
Was jetzt noch dringend gebrucht wird ist ein liebevolles für-immer-Zuhause. Es darf ruhig trubelig sein, aber die Menschen sollten in sich gefestigt sein: keine Wutausbrüche oder emotionalen Achterbahnfahrten, denn das würde Mara vermutlich re-traumatisieren.
Aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine kätzische Mitbewohnerin, aber wenn man Mara fragt, wäre sie wohl auch als Einzelprinzessin glücklich.
Bitte tragt ihr Gesuch in die Welt hinaus und helft ihr ein für-immer-Zuhause zu finden (link in meiner Signatur)