Nun habe ich mich schon einige Zeit nicht mehr gemeldet, denn ich hatte (und habe) eine schwierige Phase und stehe ziemlich unter Druck.
Leider bereitet mir auch Eddie immer wieder Sorge. Es ist schwierig zu beschreiben, denn er frisst (nach einer kurzen Mäkel-Phase, in der auch Larry das Futter verschmäht hat), gut. Er wiegt konstant 6,2 Kilo und hat auch ansonsten keine offensichtlichen Krankheits-Symptome.
Warum ich mir trotzdem Sorgen mache? Eddie hat Phasen, da zieht sich - meist unmittelbar nach dem Fressen - unter das Bett zurück. Dort verbringt er generell sehr viel Zeit, seit wir einen neuen Teppich haben - wobei ich nicht an einen Zusammenhang glaube.
Leckerli interessieren ihn in diesen Phasen nur mäßig, er interagiert, wenn er seinen Durchhänger hat, auch nicht mit Larry. Er beobachtet ihn zwar sehr aufmerksam, aber wenn er ihm zu nahe kommt, faucht oder knurrt er ihn schon auch einmal an (ich wusste bis vor wenigen Wochen gar nicht, dass Eddie überhaupt fauen und knurren kann). Er wirkt in diesen Phasen sehr unentspannt - das fällt mir vor allem auf und ist unsichtbar.
Trotzdem erwartet er mich auch in diesen Phasen an die Türe, wenn ich wieder nach Hause komme, inspiziert die Einkäufe oder sitzt, im umgekehrten Fall, wenn er merkt, dass ich das Haus verlasse, an der Türe und schaut, ob er noch ein bisschen Trockenfutter abstauben kann. Doch er wirkt alles in allem sehr zurückhaltend bis verhalten.
Dann ist er von einem Tag auf den anderen wieder wie ausgewechselt. Er sitzt erwartungsvoll am Futterplatz und wartet auf Nachschub (ich füttere im Prinzip ad libitum, aber natürlich ist der Teller auch mal leer). Wenn es ihm zu lange dauert, turnt er schon auch mal in der Küche auf der Arbeitsplatte herum.
Er rauft mit Larry, als ob nie etwas gewesen wäre, saust durch die Wohnung, will mir beim Bettenmachen helfen (jede/r, mit kranken Katzen kennt das - wenn bestimmtes Verhalten ausbleibt, ist das verdächtig).
Langer Rede ...
Am Dienstag haben wir einen Termin in der Tierklinik, um seine Zähne und das Zahnfleisch checken zu lassen und einen Termin zum digitalen Dentalröntgen zu vereinbaren. Die Zähne habe ich aus irgendeinem Grund vor allem im Verdacht, dass sie verantwortlich für sein Verhalten sind.
Witzigerweise ist er ziemlich genau seit ich den Termin vereinbart habe, wie ausgewechselt, wir gehen natürlich trotzdem hin.
Ich habe keine Ahnung, ob Zähne und Zahnfleisch Beschwerden verursachen, die kommen und gehen - wir werden es hören (und vielleicht auch sehen, ins Maul schauen lässt er sich nicht so gerne von mir).
Mir spukt natürlich immer noch die Caliciviren-Geschichte im Kopf herum und auch seine (vermeintliche) ANI und als Folge eine CNE. Aber auf Letzteres deutet wenig bis gar nichts nichts hin. Völlig frei von dem Gedanken daran bin ich trotzdem nicht, das war schon ein harter Tobak und das hat Spuren bei mir hinterlassen.
Ich hoffe, dass sich am Dienstag etwas klärt, denn ganz sicher ist es nicht normal, wie Eddie sich in den Phasen "in between" verhält. Es würde mir selbst auch viel Anspannung nehmen, denn ich räume ein, dass ich ihn oft möglichst unauffällig mit Argusaugen beobachte (mir ist der Widerspruch bewusst) und mich um ihn sorge.