Kennenlernen im Urlaub an der Nordsee
Ich arbeite jetzt seit einem Jahr fest im Tierheim. Meine Ausbildungen habe ich gut hinter mich gebracht. Momentan Lerne ich wieder um später Mal Tiere ärztlich zu versorgen. Die Ausbildung ist sehr schwer, schließlich muss ich die Anatomie von Hund und Katze studieren. Aber ich lerne sehr schnell. Trotzdem lerne ich überall in meiner Freizeit. Unser Tierarzt, der das auch angestiftet hat, unterstützt mich nach Kräften.
Heute ist der letzte Tag vor meinem Urlaub an dem ich hier im Tierheim Arbeite. Ich habe noch eine halbe Stunde bis zum Feierabend als die Tierheim-Leiterin das Katzenhaus betritt. Ich habe gerade sämtliche Katzenklobehälter gereinigt die hier im Haus stehen und wasche mir die Hände. „Hallo Gerda, nun haben Sie ja es nicht mehr weit bis zu Ihrem Urlaub. Wo soll es denn Hingehen und fahren Sie wieder mit Ihren Eltern?“ möchte sie wissen. Ich antworte ihr: „Ja, ich fahre wieder mit meinen Eltern. Es geht an die Nordsee. Da mein Vater sich einen Wohnanhänger gekauft hat, brauchen wir diesmal kein Hotel nehmen. Dafür bleiben wir nun auch zwei Wochen dort. Eine Woche wollen wir nach Norddeich und in der anderen Woche wollen wir nach Büsum fahren. Ich freue mich schon riesig darauf. Am Strand liegen, ab und zu ins Wasser und am Strand lernen. Ich stelle es mir herrlich vor.“ Die Leiterin reicht mir die Hand und wünscht mir einen schönen Urlaub. Ich mache Feierabend und fahre mit dem Rad nach Hause.
Am nächsten Morgen fahren meine Eltern und ich in Richtung Nordsee. Die Fahrt dauert lange und in der Zeit bin ich am Lernen. Ich merke immer mehr, das es sehr schwer ist, das alles in meinen Kopf zu bekommen. Aber mich drängelt keiner. Auch der Tierarzt sagt immer das ich es ruhig angehen lassen soll. So vergeht die Zeit wie im Flug. Einmal halten wir an um zu tanken und etwas zu Essen. Aber ansonsten fährt mein Vater den ganzen Weg durch. Am Spätnachmittag kommen wir an unserem Ziel an.
Am nächsten Morgen frühstücken wir im Vorzelt unseres Campingwagens. Danach gehen wir zum Wasser der Nordsee. Auch jetzt habe ich ein Lehrbuch bei. Doch zunächst gehe ich erst mal etwas schwimmen. Das Wasser ist herrlich. Nach etwa einer halben Stunde gehe ich zurück zu unserer Decke und trockne mich ab. Dann schnappe ich mir mein Lehrbuch und fange an zu Lesen. Noch mehrmals gehe ich ins Wasser, denn es ist sehr heiß heute. So vergeht die Zeit wie im Fluge. Zwischendurch essen wir etwas von dem was meine Mutter mitgenommen hat.
Es ist schon 16.00 Uhr durch, als ein Schatten auf mich fällt. Ich hebe meinen Kopf und sehe einen jungem Mann vor mir stehen. Er sagt zu mir: „Ich beobachte dich schon eine ganze Zeit. Dein Buch muss ja sehr spannend sein. Denn jedes Mal wenn du aus dem Wasser kommst, hast du sofort wieder angefangen zu lesen. Was ist das für ein Buch? Darf ich mal sehen? Übrigens mein Name ist Herbert. Ich mache hier Urlaub“ Ich muss lachen. Dann zeige ich ihm das Buch. Dabei sage auch ich meinen Namen. Er ist erstaunt über den Titel. Es ist auch ungewöhnlich das ein junges Mädchen wie ich solch ein Buch am Strand liest. Auch er muss lachen, dann meint er: „Anatomie der Katze! Ein interessanter Titel. Studierst du Tiermedizin?“ Ich antworte ihm: „Studieren kann man nicht sagen. Leider habe ich kein Abi. Ich bin Tierarzthelferin und arbeite in einem Tierheim. Der Tierarzt von dem Tierheim fragte mich ob ich nicht Lust hätte unter seiner Aufsicht Tiermedizin zu lernen. Ich habe dazu eben Lust. Aber, da wir in unserem Tierheim fast nur Hunde und Katzen haben, konzentriere ich mich auf diese beiden Arten. Es ist aber sehr schwierig habe ich festgestellt. Übrigens, das sind meine Eltern!“ Meine Eltern hatten die ganze Zeit zu uns hingesehen. Immerhin bin ich ihre einzige Tochter. Aber beide schauen freundlich zu uns hin.
Der junge Mann, Herbert, geht die paar Schritte zu meinen Eltern, reicht beiden die Hand und stellt sich vor. Dabei erfahren meine Eltern und ich, das er aus unserer Stadt kommt wo er in der Zahnklinik sein Pflichtjahr macht. Wir unterhalten uns noch etwas über eine Stunde, auch meine Eltern sind dabei, dann gehen wir zu unserem Campingwagen, während Herbert zu seiner Pension geht. Herbert und ich verabreden uns für den nächsten Tag wieder am Strand. Während meine Eltern und ich beim Essen sitzen meint meine Mutter: „Ein netter Mann. Das so was in unserer Stadt wohnt und wir ihn hier am Strand treffen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Er hat glaube ich Interesse an unserer Gerda. Was meinst du Heinz?“ Mein Vater brummelt nur etwas vor sich hin. Meine Mutter und ich müssen Lachen. Aber so ist mein Vater, wenn ihm was gefällt brummelt er immer vor sich hin. Wir unterhalten uns noch bis wir endlich Schlafen gehen. Mein Vater hat im vorderen Bereich des Wohnwagens, hier ist die Essecke und die Sitzbänke kann man zum Bett umbauen, einen Vorhang eingebaut, so das ich vom Rest des Wohnwagens abgetrennt bin.
Am nächsten Tag kann ich es gar nicht erwarten wieder an den Strand zu kommen. Auch diesmal habe ich mein Buch dabei. Als ich ankomme, meine Eltern wollen erst in die Stadt und etwas einkaufen, breite ich meine Decke aus und lege mich darauf. Wieder fange ich an zu lesen, doch ich kann mich nicht konzentrieren. Immer wieder schaue ich von meinem Buch auf und schaue ob nicht Herbert zu sehen ist. Es dauert noch eine Stunde, dann sehe ich ihn. Ich vertiefe mich in mein Buch und tue völlig teilnahmslos. Doch im inneren freue ich mich. Wieder fällt ein Schatten auf mich. Dann höre ich ein lautes Lachen und Herbert sagt zu mir: „Guten Morgen Gerda. So wird das aber nichts mit dem Lernen. Du musst das Buch schon richtig herum lesen dann klappt es besser.“ Verdutzt schaue ich auf mein Buch, bekomme einen roten Kopf und muss anfangen zu Lachen. Ich halte das Buch verkehrt herum. Auch Herbert fängt an zu lachen, dann setzt er sich zu mir auf die Decke. Wir unterhalten uns so lange bis meine Eltern kommen. Besonders meine Mutter freut sich Herbert wieder zu sehen. Mein Vater brummelt wieder etwas, aber ich kann ihm ansehen das er zufrieden ist. Auch gehen Herbert und ich ins Wasser. Aber wir schauen auch gemeinsam in mein Buch. Er erklärt mir einige Begriffe und je mehr er mir erklärt, umso einfacher ist es für mich das Buch zu lesen.
Viel zu schnell geht die Woche um. Am Letzten Tag unseres Aufenthalt hier in Norddeich sage ich ihm das wir am nächsten Tag weiterfahren nach Büsum. Da meint Herbert: „Ich wollte dir auch gerade sagen, das es heute das letzte Mal ist, das wir uns hier sehen, da ich nach Büsum weiterfahren will. Ich treffe mich dort mit einem Kollegen. Dann können wir uns ja weiter treffen:“ Ich bin glücklich und zum ersten Mal kommen wir uns näher. Als ich zu meiner Mutter schaue sehe ich das sie ihren ausgestreckten Daumen nach oben hält, mein Vater ist nur breit am Grinsen. An diesem Abend bringt uns Herbert zu unserem Wohnwagen. Auch zum Essen bleibt er. Gegen 22.00 Uhr geht er wieder zu seinem Hotel nicht ohne zu versprechen, das wir uns in Büsum wieder treffen.
Am nächsten Morgen packen wir unsere Sachen und fahren nach Büsum. Während der Fahrt ist es am Regnen. Doch sobald wir in Büsum auf dem Campingplatz ankommen scheint wieder die Sonne. Nachdem wir alles eingerichtet haben, gehe ich zum Strand. Auch diesmal mit Buch. Ich setze mich auf meine Decke und fange an zu lesen. Doch ich kann mich nicht konzentrieren. Immer wieder schweifen meine Gedanken ab. Ich kann nur noch an Herbert denken, darum schaue ich die ganze Zeit über den Strand ob ich nicht Herbert sehe. Doch ich kann ihn nirgends sehen. Enttäuscht verlasse ich am Abend den Strand. Als ich an unserem Wohnwagen ankomme, kommt meine Mutter strahlend auf mich zu. Sie sagt: „Hallo Gerda! Endlich bist du da. Ich habe eine Überraschung für dich!“ Da ich meine Mutter kenne hebt sich sofort meine Stimmung. Noch mehr hebt sich meine Stimmung als ich in den Wohnwagen komme. Denn dort sitzt Herbert und trinkt mit meinem Vater eine Flasche Bier. Freudig begrüße ich Herbert. Wir sitzen noch mehrere Stunden zusammen, bis Herbert wieder geht. Er verspricht morgen am Strand zu sein.
Anderntags ist das Wetter nicht als gut zu bezeichnen. Ab und zu kommt ein Regenschauer herunter. Ich schnappe mir einen Regenschirm und gehe in Richtung Strand. Auf halben Weg kommt mir Herbert entgegen. Beide freuen wir uns zu sehen. Nach kurzer Überlegung was wir unternehmen entscheiden wir, einfach nur ein bisschen spazieren zu gehen. Als wir an dem kleinen Imbiss vorbei kommen der in der Nähe des Strandes ist, lädt mich Herbert zu einem Kaffee ein. Wir setzen uns in den Imbiss und trinken diesen, dann gehen wir weiter. Es ist erstaunlich wie viele Menschen hier Spazieren gehen. Auch gibt es ein paar unentwegte die im Meer baden.
Wir sind schon fast eine Stunde unterwegs als ich auf einmal meine, ein leises Jaulen zu hören. Sofort bleibe ich stehen und lausche. Herbert fragt was los ist. Ich winke ab. Da ist es wieder. Es war unzweifelhaft ein leises jaulen welches ich hörte. Langsam gehe ich auf den kleinen Wald zu der vor uns liegt. Wieder will Herbert etwas sagen, doch ich bitte ihn leise zu sein, wegen dem jaulen. Da war es wieder zu hören. Nun ging ich schneller. Auch Herbert hat das jaulen gehört. Er zeigt auf einen kleinen weg, der in den Wald führte. Gemeinsam gehen wir diesen weg. Immer wieder bleiben wir stehen, doch es ist kein jaulen mehr zu Hören. Trotzdem gehen wir langsam weiter und schauen hinter jeden Busch. Da hören wir beide das jaulen wieder. Es kommt von schräg links hinten. Sofort drehen wir um und verlassen den Weg. Wieder ist das jaulen zu hören. Es muss ganz dicht vor uns sein. Als wir um einen Busch kommen sehen wir woher das jaulen kommt.
Vor uns häng ein Hund mit einem Bein in einer Drahtschlinge. Man konnte sehen das der Hund versucht hat sich zu befreien, denn sein Fell ist rot vor Blut. Trotz seiner Misslichen Lage scheint er sich zu freuen als er uns sieht. Denn er fing an leise zu bellen. Ich bin entsetzt. Wer macht denn so was? Herbert reagiert sofort und läuft zu dem Hund. Vorsichtig hebt er ihn an, so das ich die Schlinge von seinem Bein entfernen kann. Vorsichtig legt Herbert den Hund auf den Boden und ich fange an ihn zu Untersuchen. Ich stelle fest, das das Bein des Hundes sehr schwer verletzt ist. Feststellen kann ich, eine tiefe Schnittwunde durch den Draht, der sicherlich auch die Sehnen in dem Bein verletzt hat. Diese Wunde ist stark am Bluten. Der Hund scheint auch Verletzungen an den Knochen zu haben. Wie ich durch tasten feststelle sind die Gelenke zumindest ausgerenkt.
Ich hole ein Taschentuch hervor und verbinde das blutende Bein. Auch Herbert holt sein Taschentuch hervor und gibt es mir. Auch dieses verwende ich als Verband. Doch noch immer reicht es nicht. Die wunde ist zu groß. Da zieht Herbert sein Hemd aus und gibt es mir mit den Worten: „Nimm das Hemd zum Verbinden. Sonst verblutet der Hund noch. Wer macht nur so was? Hier Drahtschlingen auszulegen. Da kann auch ein Kind reinlaufen. Ich werde nachher die Polizei informieren und wenn es sein muss, auch die Presse. Die stürzen sich auf so was. Jetzt komm! Der Hund muss zum Tierarzt!“ Er hebt den Hund hoch und geht sofort den Weg zurück den wir gekommen sind. Ich folge ihm. Als wir aus dem Wald heraus kommen, wissen wir erst mal nicht wohin wir uns wenden sollen. Von dort wo wir hergekommen sind, ist es nicht richtig. Da sind nur das Hotel und der Campingplatz. Also zur anderen Seite. Dort können wir Häuser erkennen. Also gehen wir so schnell wie möglich nach dort. Unterwegs kommt uns ein Mann entgegen der angezogen ist wie ein Fischer. Sofort spricht Herbert den Mann an und wir erfahren, das genau vor uns das Privathaus des Tierarzt ist. Es sind noch etwa 500 Meter bis dahin. Er fragt wo wir den mit dem Hund herkommen und schnell erzählt Herbert wie und wo wir den Hund gefunden haben. Der Mann fängt sofort an zu fluchen und meint, das er mit uns mit kommt. Zusammen laufen wir wieder los. Zwischenzeitlich nimmt der Mann den Hund auf den Arm. Als wir beim Tierarzt ankommen klingelt Herbert an der Tür. Doch keiner öffnet. Der Mann meint: „Hier nehmen Sie den Hund wieder. Ich gehe nach nebenan um zu telefonieren. Warten Sie hier, ich bin gleich wieder da. Ich rufe auch die Polizei an. Die soll auch nach hier kommen.“ Dann dreht er sich um und geht zum Nachbarhaus.
Nach fünf Minuten ist er wieder da. Auch ist ein Martinshorn zu hören. Gleichzeitig biegt ein Kadett um die Ecke und hält mit quietschenden Reifen. Heraus springt ein etwa 50jähriger Mann, der sich als Tierarzt vorstellt. Er fordert uns auf ihm zu folgen und zusammen gehen wir ums Haus zu einem Anbau. Dort hat er seine Praxis. Als wir den Anbau betreten, fordert er Herbert auf den Hund auf den Tisch zu legen. Er zieht noch schnell einen Kittel an, dann fängt er mit der Untersuchung an. In diesem Moment kommen zwei Polizisten in die Praxis und fragen den Fischer, ein solcher ist er, was los ist. Schnell klärt er die Beamten auf. Herbert bietet sich an ihnen die Stelle zu zeigen, wo wir den Hund gefunden haben. Die Beamten sind einverstanden und Herbert drückt mir noch einen Kuss auf die Wange, dann geht er hinaus. Trotz der ernsten Situation muss ich lächeln.
Noch immer untersucht der Arzt den Hund. „Ich muss das Bein röntgen. Dazu muss ich aber zu der Pferdeklinik fahren. Dort haben sie ein Röntgenapparat. Wollen Sie mitfahren? Fragt er mich. Sofort willige ich ein. Der Tierarzt legt den Hund in einen Korb, dann gehen wir gemeinsam zu seinem Auto. Ich steige auf der Beifahrerseite ein und er gibt mir den Korb. Dann schließt er die Tür und läuft um sein Auto. Er fährt sofort los und schon nach 10 Minuten haben wir die TK erreicht. Dort gehen wir gemeinsam in die Klinik. Sofort kommt ein Tierarzt und nimmt den Hund entgegen um ihn zu röntgen.
Nachdem dieses geschehen ist, kommt der Tierarzt mit den Aufnahmen in den Raum wo wir sind. Gemeinsam betrachten wir die Aufnahmen. Dann meint der Klinik-Tierarzt: „Ja, das Bein ist abgerissen. Das muss zumindest amputiert werden. Wenn sich kein Besitzer meldet, muss ich den Hund wohl einschläfern!“ Ich schaue ihn entsetzt an und fange langsam an mich aufzuregen: „Einschläfern kommt gar nicht erst in Frage. Bei uns im Tierheim wird so was operiert. Es gibt immer Möglichkeiten auch ein behindertes Tier zu vermitteln. Außerdem muss ja wohl erst nach Besitzern gesucht werden, bevor hier jemand mit der Spritze kommt. Solange kann man mit der OP nicht warten. Der Hund muss sofort Operiert werden und nicht tagelang vor sich hin vegetieren!“ Beide Tierarzt schauen mich erstaunt an. Dann fragt der Klinik-Tierarzt: „Von welchem Tierheim kommen Sie? Sagen Sie nichts! Ich weiß es. Mein Kollege aus xxxxx hat mir schon gesagt, das bei dem Tierheim das er betreut eine engagierte Pflegerin arbeitet, und diese lässt keine Einschläferung zu, solange noch der Hauch einer Chance besteht. Siehst du, Klaus, ich hatte Recht! Das ist die Dame!“ Während er das sagte, musste ich anfangen zu lächeln. Daraus schloss er, das ich aus besagtem Tierheim komme. Ich stimme seinen Ausführungen zu und er fragt mich ob ich bei der OP helfe. Diesem stimme ich zu.
Bevor die OP beginnt, kommt Herbert wieder. Er teilt mit, das der Kerl der die Schlingen gelegt hat auf frischer Tat ertappt worden ist. Auch habe sich schon der Besitzer des Hundes gemeldet. Es ist ein Urlauber aus dem Ruhrgebiet. In etwa einer Stunde ist dieser da. Der Klinik-Tierarzt schaut mich an, als ob ich die Verantwortung habe. Ich nicke nur mit dem Kopf, dann beginnt die OP. Als OP-Team fungieren: Der Klinik-Tierarzt, der Tierarzt, ein angehender Zahnarzt und ich.
Nach etwas über einer Stunde sind wir mit der OP fertig und gehen aus dem OP. Der Hund wird von einer Helferin in den Aufwachraum gebracht. Vor dem OP treffen wir auf ein älteres Ehepaar. Es sind die Hundebesitzer. Sofort fragen sie nach ihrem Hund und der Klinik-Tierarzt gibt bereitwillig Auskunft. Die Besitzer sind über Glücklich das ihr Hund noch lebt und werden nach einigen Minuten zu ihrem Hund geführt. Der Tierarzt, Herbert und ich verabschieden uns und fahren wieder zum Haus des Tierarzt. Dort verabschieden sich Herbert und ich und wir beide gehen wieder zum Campingplatz. Dort warten meine Eltern und wir erzählen die Geschichte, da sie sich schon Sorgen gemacht haben. Nicht nur um Mich, sondern auch um Herbert. Ich glaube ich habe eine gute Wahl getroffen.
Auch nach Beendigung des Urlaubes treffe ich mich täglich mit Herbert. Nach ein paar Wochen bekam ich einen Brief von den Hundebesitzern. Dem Hund gehe es sehr gut. Trotz nur noch drei Beinen, tobt er wie immer mit seinen Hundefreunden aus der Nachbarschaft. Sie bedankten sich überschwänglich bei Herbert und mir und laden uns beide zu sich ein. Ein Jahr später fahren Herbert und ich für ein Wochenende ins Ruhrgebiet und besuchen den Hund. Dieser scheint uns wieder zu erkennen, denn er freut sich riesig als er uns sieht. Während der zwei Tage die wir dort sind, weicht er nicht von unserer Seite. Als wir wieder fahren ist der Hund am Weinen. Noch lange bekam ich Post von den Besitzern. Herbert und ich heirateten ein paar Jahre später. Beide wollten wir es so. Herbert wollte erst seine Praxis aufbauen und ich erst meinen Lehrgang zu Ende bringen.